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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Ulrike Suppes
Abschied von einem Freund
Istvan Csicsery-Rónay
(Budapest, 13. Dez. 1917 – 22. April 2011)
Am Karfreitag, 22. April starb mein langjähriger Freund Prof. Dr. Istvan Csicsery-Ronay. Eine große Persönlichkeit des ungarisch-amerikanischen Exils. Schriftsteller, Politiker und Verleger.
Fast zwanzig Jahre lang verband uns eine schriftstellerische Korrespondenz zwischen Stuttgart und Washington D.C., wo er im Exil lebte. Wenn er zum P.E.N-Kongress flog oder sich eine Zwischenlandung in Stuttgart ergab, trafen wir uns persönlich.
1990 kehrte er in seine Heimat Ungarn zurück.
So kannte ich ihn als Schriftsteller und Verleger, Menschenrechtler, als Parlamentarier und Politiker.
Ab 2007 flog ich einmal jährlich nach Budapest und berichtete als freie Journalistin über sein Elternhaus (Zichy-Museum) in Zala am Plattensee, seine Verwandtschaft zu solch berühmten historischen Persönlichkeiten wie Mihal Zichy und Liszt, sowie über die große Ausstellung ungarischer Künstler in der Nationagalerie, deren Kurator er war.
(Fortsetzung folgt).
Ulrike Suppes 22.04.2011, 22.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Ab 13. August im Kino

COCO CHANEL
Die anrührende und bewegende Biographie einer der wohl emanzipiertesten Frauenpersönlichkeiten ihrer Zeit ist die Geschichte der Gabrielle Chanel (Audrey Tautou), die als kleines Mädchen zusammen mit ihrer Schwester in einem Waisenhaus in Frankreich lebt und jeden Sonntag vergeblich darauf
wartet, vom Vater abgeholt zu werden.
Ihr Werdegang als Varietésängerin in Clubs, schließlich Näherin im Hinterzimmer
einer Provinzschneiderei lässt eher hoffen, als eine große Karriere vermuten. Ihr Dasein als Kurtisane im Schloß des Baron Etienne Balsan (Benoit Poelvoorde) zwischen Lebedamen, Lebemännern und Parties erweckt eher Mitleid, denn Bewunderung, auch wenn sie dadurch der materiellen Armut entkommt, aber in seiner emotionalen und materiellen Abhängigkeit lebt.
Und dennoch eine immer stärker werdende Frau, eine Rebellin, die schließlich mit ersten eigenen Kreationen, ersten schlichten und eleganten Hüten, in einer Zeit enggeschnürter Korsetts und Wespentaillen-Mode Aufmerksamkeit erregt, indem sie genau diesen Konventionen trotzt. Schafft sie es doch, mit provozierender Einfachheit, geraden Linien, Schlichtheit und Versachlichung die modische Befreiung der Frauen einzuleiten. Und manchmal trägt sie die Kleidungsstücke ihrer Liebhaber.
Schließlich richtet sie sich mit finanzieller Unterstützung des Barons und ihrer großen Liebe Boy Capel (Alessandro Nivola) in Paris ihr erstes eigenes Atelier ein.
Als Geliebte und Liebende aber weiß sie, dass sie niemals nur „einem Mann“ gehören will. So verweigert sie die Ehe mit Boy Capel, obwohl dieser sie liebt. Vielleicht, weil sie so klug ist und weiß, dass Ehe und Liebe nicht nur in ihrer Zeit miteinander nichts zu tun haben müssen.
Die beeindruckend verfilmte, filmisch eindrucksvoll umgesetzte Geschichte der Gabrielle Chanel dürfte interessieren, wen nicht nur allgemein Biographien, sondern vor allem solche wie die der legendären Modeschöpferin interessieren. Keine Frau verkörpert wohl mehr die selbstbestimmte
Frau ihrer Zeit, die bis heute zum zeitlosen Symbol für Erfolg, Freiheit und Stil wurde.
(© Ulrike Suppes)
Ulrike Suppes 02.08.2009, 19.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL
David Rothkopf
Die Super-Klasse
Die Welt der internationalen Machtelite
Rezension von Ulrike Suppes
„Sechs Milliarden Menschen leben derzeit auf der Erde. Die Hälfte von ihnen, etwa drei Milliarden, müssen täglich mit weniger als zwei Dollar leben. Nur 10.000 Menschen, also weit weniger als 1%, teilen sich als so genannte Super-Klasse die Macht, über alle globalen Grenzen hinweg das Leben von Milliarden Menschen beliebig zu manipulieren oder zu verändern.
Nicht alle Mitglieder dieser Elite sind bekannt, manche bleiben lieber im Dunkeln. Denn zu dieser Super-Klasse gehören nicht nur angesehene Menschen aus allen Bereichen öffentlichen Lebens, sondern auch Anführer terroristischer Organisationen, Oberhäupter von Familien des organisierten Verbrechens, von den Triaden in Hongkong bis zu den Mobstern in Russland. Zur Schattenelite gehören auch jene anonymen Verbrecher, die den weltweiten Handel mit Drogen, Waffen, Menschen und gefährlichen Produkten betreiben und kontrollieren.“
Der Autor dieses Buches, David Rothkopf, berichtet aus der Welt der Elite innerhalb der Elite und stieß auf beängstigende Fälle atemberaubend unverhältnismäßiger Macht.
Zwei Beispiele:
„Carlos Slim Helú, der mit 67 Milliarden Dollar Vermögen einer der reichsten Männer der Welt ist, 94 Prozent der Festnetz-Telefonanschlüsse und 70 Prozent der Breitband-Internetanschlüsse Mexikos kontrolliert. Sein Vermögen stieg zwischen 2006 und 2007 um 19 Milliarden Dollar oder 2,2 Millionen Dollar stündlich. Diesen seinen Einfluss nutzte er, die Preise oder Telefonkosten für ein mittelständiges Unternehmen um 20 Prozent ansteigen zu lassen und andere Wettbewerber daran zu hindern, auf dem Markt Fuß zu fassen.
Rupert Murdoch. Die von ihm kontrollierten Medien erreichen die ganze Welt. Zu seinem Konzern News Corporation gehörten 2007 die Fox Broadcasting Company, 20th Century Fox, Harper Collins, die New York Post, der Weekly Standard, MySpace, DirecTV, 110 Zeitungen in Australien, fünf in Großbritannien, sowie Anbieter von Satellitenfernsehen in der ganzen Welt. Mittlerweile hat er den Medienkonzern Dow Johns übernommen, der unter anderem das Wall Street Journal herausgibt, und da die News Corporation Anteile an zahlreichen Websites und Internetdiensten hat, erreicht sie die große Mehrheit aller Computerbesitzer auf der ganzen Welt. AOL, Yahoo, MSN und MySpace, erreichen zusammengenommen etwa 96 Prozent aller Internetbenutzer in den Vereinigten Staaten.
Wichtiger als Gold, Silber, Edelsteine oder Öl sind den Mitgliedern der Super-Klasse: Kontakte.
Weil Zeit das einzige Gut ist, das sie weder mit Geld, noch mit Macht aufwiegen können, verbringen sie ihre Zeit mit Leuten, die den größten Gewinn versprechen. Manchmal ist dies ein geschäftlicher, finanzieller oder politischer Vorteil, manchmal aber auch „nur“ Prestige oder Status.“
Dieses Buch erhellt anhand zahlreicher Namen Zusammenhänge und beantwortet die wichtigsten Fragen in Bezug auf die Super-Klasse: Worin besteht ihre Macht? Worin liegen ihre Wurzeln? Hat die Super-Klasse ihre Macht für ihre Zwecke missbraucht und die globale Ungleichverteilung verschärft? Werden dadurch unsere juristischen und politischen Institutionen auf globaler Ebene in Frage gestellt? Wird sich der sich daraus ergebende Interessenskonflikt zwischen der Super-Klasse und nationalen Eliten zu einem zentralen Konflikt, vergleichbar mit der Kluft kapitalistischer und sozialistischer Doktrin, entwickeln? Und welche Alternativen bleiben denen, die weder zu den drei Milliarden mit den täglich 2 Dollar, aber auch nicht zu einer Elite gehören?
Dass die Reichen immer reicher werden, ist bekannt. In einem Fortune-Artikel war zu lesen: “Die Regeln haben sich verändert. Galt einst: wer hart arbeitet, dem sind nach oben keine Grenzen gesetzt, setzt dies gleiche Ausgangsbedingungen für alle voraus. Aber die Bedingungen sind bekanntlich nicht für alle gleich, denn mit der Ungleichverteilung von Reichtum und Macht ist die ungleiche Verteilung von Glück untrennbar verbunden. Glück nimmt Formen an: Wer am falschen Ort und mit dem falschen Namen geboren wird, hat Pech. Selbst wenn er fleißiger und intelligenter ist, wird er weniger verdienen, mehr kämpfen und dennoch eher sterben. Natürlich gibt es wichtigere Ziele, zum Beispiel das Gemeinwohl. Aber selbst dieses kann von Leuten in Machtpositionen so verändert werden, dass sie den größeren Anteil bekommen.
Und: Eine ungerechte Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass eine bestimmte Klasse ohne mehr Fleiß oder Intelligenz mehr besitzt, als ihr zusteht. Laut Platon dürfte dieses Verhältnis 5 zu 1 nicht übersteigen, heute steht dieses Verhältnis bei 350 zu 1. Während in einigen Unternehmen an der Wall Street milliardenschwere Gehaltsschecks ausgestellt werden, müssen drei Milliarden Menschen mit 2 Dollar am Tag auskommen.“
Die größte Herausforderung der kommenden Jahrhunderte wird darin liegen, diese sich auftuenden Gräben zu überbrücken. Dies könnte die Super-Klasse, wenn sie dies denn wollen würde. Wenn sie ihren Einfluss auf Regierungen, Militär, Medien und kulturelle Institutionen geltend machen würde. Nur dann könnten sich die Kräfte des Globalisierungsprozesses zum Vorteil aller entfalten. Aber ohne Kontrolle ausgleichender Machtzentren, die den Willen der breiten Masse repräsentieren und institutionalisieren, wird es keine Lösung geben. Denn die Armen und Schwachen werden an die Verhandlungstische nie geladen. Während die Reichen schon heute, Tag für Tag die Vorteile für die Zukunft erlangen, bleiben den Armen die Brosamen der Versprechen einer besseren Zukunft für ihre Kinder. Hinzu kommt der Gender-Effekt: Vor allem Frauen und Kinder, die selber gar keinen Krieg führen, sind vom Krieg betroffen, an den Verhandlungstischen sitzen sie nie! Auch mit der „Sex“- Industrie und Folter gegen Kinder und Frauen werden Millionen verdient.
David Rothkopf, unter der Clinton-Regierung stellvertretender Staatssekretär für internationale Handelsbeziehungen, in persönlichem Kontakt mit Mächtigen wie Eduard Schewardnadse, Henry Kissinger und zahlreichen Wirtschaftsführern, gibt in diesem komplexen Buch Einblick in die Super-Klasse und macht auch mit praktischen und persönlichen Erfahrungen Zusammenhänge von Macht und Reichtum transparent. Zusammenhänge, die alle betreffen, die nicht reich geboren wurden. Der Autor ist heute Präsident der internationalen Beraterfirma Garten Rothkopf und Gastreferent bei der Carnegie Stiftung für internationalen Frieden, sowie Dozent für internationale Politik an der Columbia University’s Graduate School of International Public Affairs.
Offenbart sich darin nicht auch, worum es im tieferen Sinne geht? Es geht um den Frieden! Es geht um das Gemeinwohl, um Gerechtigkeit. Es geht darum, dass in weiten Teilen der Welt Hunger und Krieg herrschen und die Super-Klasse auch daran verdient. So lange 10.000 Menschen - also weit weniger als 1% der Menschen auf diesem Planeten - sich als so genannte Super-Klasse die Macht über alle Grenzen hinweg teilen und das Leben von Milliarden von Menschen beliebig manipulieren, verändern oder zerstören - egal wie fleißig oder intelligent diese sind - wird es keinen Frieden geben. Ein erster und ehrlicher Schritt in diese Richtung wäre, Menschen, die sich in Nichtregierungsorganisationen für das Gemeinwohl einsetzen, an die Verhandlungstische zu laden, sie anzuhören, ihre Kritik anzunehmen und ihre Konzepte umzusetzen.
Die in diesem Buch genannten Personen, die der Autor als "Super - Klasse" bezeichnet, haben eines scheinbar völlig vergessen: Auch ihr Leben ist endlich. Sie verfügen über so viel Geld, dass sie dafür Sorge tragen könnten, dass kein einziges Kind verhungern müsste.
Die Mitglieder der "Super - Klasse" haben - das kann man unter www.forbes.com nachlesen - nahezu alle das "Bergfest des Lebens" überschritten. Sie verfügen über so viel Geld, dass sie es in ihrer Restexistenz nie mehr ausgeben können. Villen, Privatjets und Yachten ändern nichts daran, dass sie eine gewaltige Mitverantwortung für die Menschen tragen, die heute noch klein sind und - wenn sie nicht verhungern - ihnen eines Tages eine Rechnung präsentieren werden, die sie dann zu begleichen nicht mehr imstande sind.
Ist das "Super - Klasse"? Oder hieß es nicht schon immer: wer Geld hat, muss nicht durch Charakter glänzen?
©U.Suppes
· Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
· Verlag: Riemann (März 2008)
· Sprache: Deutsch
· ISBN-10: 3570500764
· ISBN-13: 978-3570500767
· Größe/Gewicht: 22 x 14,6 x 4,2 cm
Preis: Euro 21
Ulrike Suppes 13.06.2009, 12.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Naturaufnahmen

Bank am Meer, 5. Dezember 2008

Ausblick aus Suisse Air - Flug nach Zürich 23.02.2008

Sonnenuntergang über den Wolken,
Flug nach Birmingham, 1.1.2008

Flug nach Birmingham, 1.01.2008

Alle Fotos: Ulrike Suppes
Ulrike Suppes 05.01.2009, 22.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Ab 05.02.2009 im Kino

Endlich Witwe
Genre: Komödie
Ann-Marie ist mit einem erfolgreichen, sehr vermögendem Schönheitschirurgen verheiratet, der aber keine Gelegenheit ausläßt, sie für dumm zu erklären und ihr zu verstehen zu geben, wie sehr sie ihn nervt.
Bei ihrem Geliebten Leo, einem Bootsbauer, der sie achtet, verehrt und respektiert, erfährt sie wirkliche Liebe und fühlt sich wohl. Beide träumen vom Zusammenleben, von einer gemeinsamen Zukunft.
Als Leo ein berufliches Angebot nach China erhält, scheint die Chance auf ein gemeinsames Leben gekommen. Ann-Marie will Gilbert endlich verlassen.
Der tödliche Autounfall Gilbert´s könnte die erhoffte Freiheit unverhofft bringen, aber die wirklichen Hindernisse und Hürden sitzen im eigenen Kopf. Ann-Marie spielt ihrer Familie die Rolle der trauernden Witwe vor und selbst als ihr Sohn hinter ihr Liebesverhältnis kommt, verleugnet sie ihre Liebe zu Leo. Dieser verläßt schließlich allein und tief enttäuscht das Land.
Es dauert, bis Ann-Marie endlich den ehelichen Käfig und alle Konventionen aufgibt, in ein anderes Haus zieht und ein eigenes, selbstbestimmtes Leben beginnt. Und bis Leo, wieder zurück aus China, zusammen mit seinem Adoptivsohn vor ihrem Haus steht.
Filmkritik:
"Endlich Witwe" ist eine amüsante, humorvolle und leichte Komödie, die weder moralintriefend, noch überladen daher kommt, aber dadurch nicht etwa weniger ernst zu nehmen ist. Mit professioneller Leichtigkeit schafft es der Film, durch kurz gehaltene Dialoge und witzig anmutende Szenen ein durchaus ernstes Thema abzuhandeln. Durch seine trockene Art reizt er ständig zum Lachen und langweilt nicht eine einzige Minute. Ein echt unterhaltsames Filmvergnügen.
Filmstart: 05.02.2009
(© Ulrike Suppes)
Ulrike Suppes 20.12.2008, 12.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL
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- MAUER-WERK -
Das Blog" oder "der Blog?"
Weblog, (Wortkreuzung aus Web und Log), abgekürzt Blog, ist ein digitales Tagebuch, am Computer geschrieben und im World Wide Web veröffentlicht.
Für HerausgeberInnen und LeserInnen ein einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung eigener Aspekte, Gedanken und Meinungen, aber auch geeignet, um Themen im Sinne des Internets zu vertiefen.

Sommer in der Eifel



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Ausflüge

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am 25. Mai 2009, 21:31

am 19. November 2008, 17:01


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Vollmondnacht 22.01.2008

am 19.02.2008

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24.06.2008
26.06.2008



Fotos: Suppes


Ulrike Suppes 21.01.2008, 23.46 | (7/4) Kommentare (RSS) | TB | PL
